Sortenauswahl

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Sortenauswahl

Jeder hat seine Lieblinge bei den Tomatensorten.
Der eine will eine große Vielfalt, um immer neue Sorten zu entdecken – dazu gehöre ich – und manche brauchen nur eine Sorte, um den Tomatenbedarf zu decken oder man mag nur Cherrytomaten, um spontan naschen zu können.
Oft wissen Viele gar nicht welche Vielfalt in den Tomaten steckt. Das macht die Sache ja erst spannend. Auch ich bin noch ganz klein bei meinen Sorten und lerne beim Anbau Dank meiner Tomatenfreunde jedes Jahr dazu. Denn Tomaten sind sehr sensibel.

Sorten, die man im Handel nicht bekommt, überraschen oft mit einem enormen Geschmackserlebnis. Die marktübliche Massenware birgt zu oft keine Überraschungen.
Wichtig ist auch der Pflanzplatz. Da bei uns das Wetter oft nicht zu kalkulieren ist, brauchen die meisten Tomaten ein Gewächshaus oder eine Überdachung. Eine Hauswand die entgegengesetzt der Regenseite steht, kann auch ein guter Schutz sein.
Hat man nur das Freiland, sollte man auf resistente und robuste Sorten zurückgreifen. Wenn man nur einen Balkon hat, eignen sich Buschtomaten oder kleine Kirschtomaten gut. Die kleinen Pflanzen ergeben oft eine enorme Ernte. Wohnt man in kühleren Regionen sollte man auf frühe Sorten zurückgreifen.

Hat man genug Platz, kann man sich entscheiden zwischen Buschtomaten, sie wachsen begrenzt und der Trieb schließ mit Blüten ab, oder Stabtomaten, die wachsen unbegrenzt bis sie nicht mehr können.

Tomaten werden in verschieden Gruppen eingeteilt:

Fleischtomaten, sehr saftig, süß, aromatisch und zwischen 200 und 1500g schwer. Sie halten bei der Verarbeitung gut ihre Konsistenz.
Rundtomaten, zwischen 50 und 200g schwer. Meist saftiger als fest. Leicht säuerlich.
Ochsenherztomaten, fast herzförmig, bis 1000g, festfleischig, gutes Aroma.
Kirschtomaten, klein, 10-50g schwer, sehr ertragreich, saftig, sehr aromatisch.
Flaschentomaten, oft festfleischig, gut für Soßen und als Brotbelag, hinken im Aroma etwas den anderen Sorten hinterher, zwischen 100 und 300g schwer.

Frühe Sorten, maximal 70 Tage nach dem Auspflanzen kann mit der Ernte beginnen. Frühe Sorten haben oft noch nicht das beste Aroma. Dafür sind sie vor der gefürchteten Krautfäule oft sicher.
Mittelfrühe Sorten, maximal 80 Tage nach der Auspflanzung hat man die ersten reifen Früchte. Die Ernte geht bei guten Umständen bis in den Herbst hinein. Sind aber auch anfälliger, wenn das Klima nicht stimmt.
Späte Sorten, 85-90 Tage nach dem Auspflanzen, meist Mitte August kann mit der Ernte von reifen, voll aromatischen Früchten begonnen werden. Späte Sorten können aber auch schnell von Krankheiten heimgesucht werden. Wird es schon etwas kühler und sie sind unbeschadet durch die Saison gekommen, wird eine Erkrankung seltener und man kann oft bis in den November ernten. Leider leidet dann doch das Aroma.