Die Jungpflanze

Die Jungpflanze

Bei gutem Klima wachsen die Pflänzchen recht schnell. Brauchen sie eine Stütze, nehme ich einen Stab aus Holz oder Kunststoff. Ich nehme schon direkt einen längeren Stab, der dann für die ganze Anzuchtzeit ausreicht.

Wenn die Pflanzen jetzt größer werden, fange ich an Flüssigdünger ins Gießwasser zu geben. Unser Ziel ist es ja, eine kräftige Pflanze zu bekommen. Aber auch kleine, schwache Jungpflanzen können noch eine große Überraschung werden. Manche brauchen eben etwas länger, bis aus ihnen etwas wird.

Einige Zeit vor dem Auspflanzen, beginne ich meine Pflanzen abzuhärten. Das sollte an einem nicht zu sonnigen Tag sein und sie sollten windgeschützt stehen. So gewöhnen sie sich an Licht und etwas anderen Temperaturen. Ich setze sie für ein paar Stunden in mein Gewächshaus und hole sie abends, wenn es kühler wird, wieder ins Haus.

Nach der Anzucht sterilisiere ich die Stäbe und Töpfe in kochendem Wasser, lasse sie gut trocknen, so kann ich sie viele Jahre verwenden.

Das Auspflanzen

Mit dem Auspflanzen beginnt man am besten ungefähr Mitte Mai und nach den Eisheiligen.

Auch hier nehme ich sehr gute, nährstoffreiche Erde, die ich in 25 Liter große Töpfe fülle. Ich mische immer Erde aus dem Vorjahr mit unter, dann kann man etwas Kosten sparen. Aber nur die Erde von gesunden Pflanzen nehmen. Ist man sich nicht sicher, lieber doch neue Erde nehmen.

Da ich meine Tomaten auf der Terrasse halte, muss ich mit Töpfen in dieser Größe arbeiten. Größere Gefäße oder das Einpflanzen in den Boden wären optimaler, aber ich bin bislang meinen Ergebnissen recht zufrieden. Wichtig ist, dass man die Pflanzen so tief wie möglich einpflanzt. So können sie am ganzen Stiel, der in der Erde steckt, Wurzeln bilden. Was natürlich wieder wichtig für ein gutes Wachstum ist. Die Jungpflanzen auch sofort gießen, damit die Erde alle Hohlräume gut ausfüllt. Wenn die Erde nach ein paar Tagen absackt, nochmal mit frischer Erde auffüllen.

Der Pflanzabstand sollte etwa 80 cm betragen, denn die Pflanzen brauchen später eine gute Belüftung und können schneller abtrocknen. Auch sind sie geschützter vor Krankheiten.

In meinem Gewächshaus hatte ich auch schon engere Abstände. Wenn man gut ausgeizt und lüftet, dann geht es auch, ist aber immer ein größeres Risiko. Ich hatte zu viele Pflanzen und wollte mich von keiner trennen. Es war zeitweise wie im Urwald. Hat aber zum Glück auch geklappt.

Eine stabile Stütze sollte man auch sofort mit einpflanzen, damit die Wurzel nicht später beschädigt wird. Am besten stabile Kunststoff- oder Metallstäbe nehmen und darauf achten, dass die Länge der Stäbe der Wuchshöhe der Tomatensorte entspricht. Das kann von 120-250cm reichen. Die Stäbe sollte man vor jeder Saison ebenfalls gut reinigen und sterilisieren. Im Gewächshaus verwende ich starke Schnüre, die an einem Wickelhacken befestigt sind. So kann ich immer den Halt ausgleichen. Sie werden an einer hohen Querstange eingehängt. Unbedingt stabile Bänder verwenden. Sonst reißen sie schnell, wenn die Pflanze viele Früchte und eine entsprechendes Gewicht hat. Ist mir schon passiert, und war dann natürlich viel Arbeit und Sorge, dass die Pflanzen gebrochen sind. Auch die Bänder sterilisiere ich vor jeder Saison in kochendem Wasser.