Die Aussaat

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Die Aussaat 2018

Dieses Jahr möchte ich unsere Aussaat nochmals verbessern. Die Aufzucht in der Wohnung hat zwar auch geklappt, aber Licht, Wärme und Platz sind dort einfach nicht optimal und die Keimlinge können dort schnell ausgeilen. Nun bin ich gespannt auf das Ergebnis meiner neuen Investition – ein beheiztes Vermehrungsbeet! Das soll meinen Wunsch nach Jungpflanzen mit kräftigen Stielen sicher erfüllen.

So soll es gelingen: die Schale vom Vermehrungsbeet wird 2-3 cm dick mit Rheinsand ausgestreut, der immer gut befeuchtet werden muss, damit ein optimales Klima während der Anzuchtzeit erhalten bleibt. Die Anzuchtbleche fülle ich mit Anzuchterde (dabei sollte man nicht an der Qualität sparen und wirklich sehr gute Erde kaufen), sähe meine Tomatensamen aus und bedecke sie wieder mit 2-3 mm Anzuchterde. Die Erde jetzt erneut gut befeuchten. Die Bodenheizung vom Vermehrungsbeet stelle ich auf 22-24 Grad ein, das ist die ideale Keimtemperatur für Tomatensamen. Die Lüftungsklappen des Beetes bleiben geschlossen und die so entstehende „gespannte Luft“ ist ebenfalls ideal für die Keimung. Und ganz wichtig ist eben, dass der Boden weiter feucht gehalten wird. Wenn die Samen anfangen zu keimen, wird die gespannte Luft noch ein paar Tage gehalten. Mit dem Öffnen der Lüftungsklappen wird das beendet und die Temperatur kann auf 18-20 Grad gesenkt werden. Die Sämlinge lasse ich im Anzuchtbeet bis sie eine Größe von 2-3 cm haben, dann kann ich sie in größere Töpfe mit Anzuchterde umpflanzen.

Die Aussaat

Mit der Aussaat der Tomatensamen beginne ich Mitte Februar bis Mitte März.
Wenn man Samen von vielen unterschiedlichen Sorten hat, sollte man eine gute Mischung daraus wählen. Ich versuche jedes Jahr auch neue Sorten auszusähen, so kann ich mein Samenarchiv ständig vergrößern. Im Moment umfasst mein Archiv ca. 250 verschiedene Tomatensorten. Für dieses Jahr hat mein Tomatenfreund Heinz Niehaus schon wieder 120 neue Sorten organisiert, die wir alle testen und fotografieren möchten. Ich hoffe es sind spannende Sorten dabei.

Man sollte mit dem Aussähen nicht zu früh beginnen, denn die kleinen Pflanzen geilen schnell aus, wenn sie nicht genug Licht bekommen. Der beste Platz für die Aussaat ist direkt am Fenster. Das UV-Licht, das bei der Mehrfachverglasung neuer Fenster nicht so gut durchdringt, ist für sie wichtig. Sie werden sonst zu schnell zu groß und haben nur einen dünnen Stängel.

Für die Aussaat kann man größere Schalen mit Gartenerde nehmen und in Reihe sähen oder kleine Schalen zur einzelnen Aussaat. Ich verwende Kokos-Quelltabletten, die muss man vor der Saat gut wässern, damit sie vollständig aufquellen.

Nun legt man den Samen in das kleine Loch des Tabs und bedeckt ihn mit etwas Erde. Wichtig ist, dass man die Tabs immer feucht hält, damit die Samen optimal keimen können. Das mach ich in der Anfangszeit mit einer Sprühflasche.
Bei gutem Saatgut keimen die Samen schon nach wenigen Tagen. Älteres Saatgut braucht oft länger, kann aber trotzdem noch gut funktionieren.

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Ich beschrifte die Tabs einzeln mit einem Namensschild, denn kleine Tomatenpflanzen sehen fast alle gleich aus. Ohne Beschriftung wird das Erkennen der Sorten teils recht schwierig.

Die beschrifteten Tabs setze ich in kleine Kunststoffgewächshäuser, in denen sie optimal keimen können.