Ausgeizen

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Ausgeizen

Tomaten werden in der Regel eintriebig hochgezogen. Wild- und Buschtomaten können auch wild wachsen, aber sie müssen dann auch gestützt werden. Eigentlich würden alle Tomaten mehrtriebig wachsen, aber dann werden die Pflanzen sehr wuchtig und brauchen eben auch sehr viel Halt. Da scheiden sich halt die Geister.
Ein Tomatenfreund von mir hat einen Teil seiner Tomaten nicht ausgegeizt. Die Pflanzen wurden riesengroß mit gutem Ertrag und sahen toll aus. Nur waren sie irgendwann so groß und schwer, dass sie ihm alle umgefallen und am Stiel gebrochen sind.

Das Ausgeizen ist immer recht viel Arbeit. Dabei bekommt man aber auch immer einen Überblick, wie es den Pflanzen geht. Ausgeizen soll verhindern, dass unsere Pflanzen zu buschig werden. Buschige Pflanzen werden nicht so gut durchlüftet und können dadurch schlechter Abtrocknen, und sind damit anfälliger für Krankheiten. Pflanzen mit vielen Blättern brauchen natürlich auch viel Energie. Doch die soll die Pflanze ja hauptsächlich in die Tomatenfrüchte stecken.

Beim Ausgeizen brechen wir die kleinen Achseltriebe am besten mit der Hand aus. Es geht auch mit einer kleinen Schere oder Messer.
In der Unsicherheit, welches der richtige Trieb ist, kann es auch mal passieren, dass man die Pflanzenspitze ausgeizt. Ist mir auch schon passiert. Es entsteht aber eine neue Spitze und die Pflanze hat sich trotzdem prima entwickelt.

Wenn die Pflanzen größer werden und die ersten Früchte tragen, schneide ich alle Blätter, von unten bis zu den ersten Früchten, ab. So kann die Luft gut über dem Boden zirkulieren und es bildet sich keine Staunässe. Alle Blätter, die nicht o.k. aussehen, entferne ich auch immer sofort.

Ab Ende August kann man schon anfangen die Pflanzenspitzen zu kappen. Es bilden sich zwar immer noch neue Blüten, aber die Aussicht, dass daraus noch erntereife Tomaten entstehen, ist recht gering.